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Meisterpflicht (Anlage A)

Maler und Lackierer in Ihrer Nähe finden

2.695 Malerbetriebe im Verzeichnis. Leistungen, Rechtslage, Städte mit Betrieben und kostenlose Anfrage.

Foto: Pavel Danilyuk / Pexels
Kurz gesagt: Ein Maler und Lackierer streicht Wände und Decken, tapeziert, führt Fassadenanstriche aus und lackiert Holz- oder Metallbauteile. Auch Wärmedämmverbundsysteme und Bodenbeschichtungen gehören häufig zum Leistungsspektrum.

Kostenlos Angebote anfordern

Ein frischer Anstrich verändert die Wirkung eines Raums oder einer Fassade grundlegend, und Maler und Lackierer sorgen dafür, dass Farbe, Untergrund und Materialwahl fachgerecht zusammenpassen. Sie streichen und tapezieren Innenräume, führen Fassadenanstriche und Wärmedämmverbundsysteme aus, lackieren Holz- und Metallbauteile und verlegen zunehmend auch Bodenbeschichtungen. Als zulassungspflichtiges Handwerk erfordert der Beruf fundierte Kenntnisse über Untergründe, Materialverträglichkeit und Witterungseinflüsse, damit Anstriche dauerhaft halten. Malerbetriebe übernehmen sowohl kleine Schönheitsreparaturen als auch die komplette Neugestaltung von Fassaden bei energetischen Sanierungen. Über fachbetrieb.net finden Sie Malerbetriebe in Ihrer Region und können kostenlos und unverbindlich Angebote anfordern.

Typische Leistungen

  • Wände und Decken streichen
  • Tapezieren
  • Fassadenanstrich
  • Wärmedämmverbundsystem
  • Lackierarbeiten Holz und Metall
  • Bodenbeschichtung
  • Schimmelsanierung Anstrich
  • Raufaser entfernen
  • Fassadenreinigung
  • Farbberatung

Wann Sie einen Maler brauchen

  • Renovierung geplant
  • Fassade wirkt verwittert
  • Neue Wandfarbe gewünscht
  • Energetische Fassadensanierung
  • Schimmelflecken an Wänden
  • Vor dem Umzug streichen lassen
  • Holzfenster oder Türen sollen lackiert werden

Rechtslage: Meisterpflicht und Handwerksrolle

Meisterpflicht (Anlage A)

Maler und Lackierer ist in Anlage A Nummer 10 der Handwerksordnung als zulassungspflichtiges Handwerk gelistet. Ein Betrieb darf selbstständig nur arbeiten, wenn er mit Meisterbrief oder gleichwertiger Qualifikation in die Handwerksrolle der zuständigen Handwerkskammer eingetragen ist. Gerade bei Fassadenarbeiten mit Gerüst und Wärmedämmung ist diese fachliche Qualifikation für ein dauerhaftes Ergebnis wichtig.

Der Ausbildungsberuf Maler und Lackierer dauert in der Regel 3 Jahre.

Meisterpflicht-Check für alle Gewerke →

Untergrundprüfung als Grundlage guter Anstriche

Bevor ein Maler streicht, prüft er den Untergrund auf Tragfähigkeit, Risse, Feuchtigkeit und Altanstriche, denn ein Anstrich hält nur so lange, wie der darunterliegende Untergrund intakt ist. Bei schadhaftem Putz, abblätternder Farbe oder Feuchtigkeit muss zunächst saniert werden, bevor eine neue Farbschicht aufgebracht wird, sonst löst sich der neue Anstrich vorzeitig ab. Für unterschiedliche Untergründe wie Beton, Gipskarton oder Holz sind jeweils passende Grundierungen und Farbsysteme erforderlich, damit Haftung und Diffusionsfähigkeit stimmen. Ein erfahrener Malerbetrieb erkennt bei der Begutachtung, welche Vorarbeiten notwendig sind, und plant diese realistisch in Zeit und Kosten mit ein. Wer diesen Schritt überspringt, riskiert, dass der optisch schöne neue Anstrich schon nach kurzer Zeit Risse zeigt oder abblättert. Auch die Trocknungszeit zwischen den einzelnen Arbeitsschritten sollte realistisch eingeplant werden, um ein dauerhaftes Ergebnis zu erzielen.

Typische Fehler bei Fassadenanstrichen

Ein verbreiteter Fehler bei Fassadenarbeiten ist das Streichen bei ungeeigneter Witterung, etwa bei zu niedrigen Temperaturen, direkter Sonneneinstrahlung oder hoher Luftfeuchtigkeit, was die Trocknung und Haftung der Farbe beeinträchtigen kann. Auch die Wahl eines nicht diffusionsoffenen Anstrichs auf einem älteren, mineralischen Putz kann dazu führen, dass Feuchtigkeit nicht mehr entweichen kann und sich hinter der Farbschicht staut. Ein weiterer Stolperstein ist unzureichende Reinigung der Fassade vor dem Anstrich, wenn Algen- oder Schmutzschichten nicht vollständig entfernt werden und der neue Anstrich darauf schlecht haftet. Ein erfahrener Malerbetrieb wählt deshalb Material und Zeitpunkt sorgfältig aus und bereitet den Untergrund entsprechend vor, um ein dauerhaftes Ergebnis zu erzielen. Auch eine zu dünn aufgetragene Schicht Farbe kann die Schutzwirkung mindern und dazu führen, dass der Anstrich schneller verwittert als erwartet.

Farbgestaltung und Raumwirkung

Farben beeinflussen die Wahrnehmung von Räumen erheblich, helle Töne lassen kleine Räume größer wirken, während dunkle Farben eine Fläche optisch verkleinern und gemütlicher erscheinen lassen können. Auch die Lichtverhältnisse im Raum, etwa Nord- oder Südausrichtung der Fenster, verändern die Wirkung einer Farbe im Tagesverlauf deutlich. Manche Malerbetriebe bieten eine Farbberatung an, bei der unterschiedliche Farbmuster direkt im Raum unter realen Lichtbedingungen begutachtet werden, bevor eine endgültige Entscheidung fällt. Auch die Wahl zwischen matten und glänzenden Oberflächen spielt eine Rolle, glänzende Farben sind meist leichter zu reinigen, zeigen aber auch Unebenheiten der Wand deutlicher. Wer sich bei der Farbwahl unsicher ist, sollte diese Beratung nutzen, statt sich allein auf Farbmuster aus dem Baumarkt zu verlassen. Auch die Kombination mit dem übrigen Mobiliar und Bodenbelag sollte bei der endgültigen Farbwahl berücksichtigt werden.

Wovon die Kosten abhängen

  • Fläche und Anzahl der Räume beziehungsweise Fassadengröße
  • Zustand des Untergrunds
  • Material (Farbe, Tapete, Dämmsystem)
  • Vorarbeiten wie Spachteln oder Grundierung
  • Gerüstbedarf bei Fassadenarbeiten
  • Anzahl der Anstriche
  • Region und Anfahrt
Steuerbonus nutzenFür Handwerkerleistungen zur Renovierung, Erhaltung und Modernisierung in einem in der EU oder im EWR gelegenen Haushalt können Steuerpflichtige 20 Prozent der Arbeitskosten (Lohn-, Maschinen- und Fahrtkosten, ohne Materialkosten) von der tariflichen Einkommensteuer abziehen, maximal 1.200 Euro pro Jahr. Voraussetzung ist eine ordnungsgemäße Rechnung sowie eine Zahlung per Überweisung auf das Konto des Betriebs, Barzahlungen werden nicht anerkannt. Nicht begünstigt sind öffentlich geförderte Maßnahmen, für die bereits zinsverbilligte Darlehen oder steuerfreie Zuschüsse in Anspruch genommen wurden. Zum Handwerkerbonus-Rechner

Checkliste: So wählen Sie den richtigen Betrieb

  • Eintragung in die Handwerksrolle prüfen
  • Referenzen oder Fotos abgeschlossener Projekte ansehen
  • Materialqualität und Marken erfragen
  • Mehrere Angebote mit Flächenangabe vergleichen
  • Vorarbeiten und Untergrundprüfung klären
  • Gewährleistung schriftlich festhalten
  • Abdeck- und Aufräumarbeiten im Angebot prüfen
  • Zeitplan bei bewohnten Räumen abstimmen

Maler nach Stadt

Malerbetriebe nach Bundesland

BundeslandBetriebe
Bayern450
Nordrhein-Westfalen440
Baden-Württemberg436
Niedersachsen355
Hessen204
Sachsen174
Thüringen128
Rheinland-Pfalz124
Schleswig-Holstein101
Brandenburg59
Sachsen-Anhalt58
Mecklenburg-Vorpommern43
Saarland39
Berlin37
Hamburg24
Bremen15
Zählung der im Verzeichnis erfassten Betriebe mit Ortszuordnung. Quelle: OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), Stand 31.05.2026.

Häufige Fragen zum Gewerk Maler und Lackierer

Muss ein Malerbetrieb einen Meisterbrief haben?

Ja, Maler und Lackierer ist nach Anlage A Nummer 10 der Handwerksordnung zulassungspflichtig. Ein Betrieb darf selbstständig nur arbeiten, wenn er mit Meisterbrief oder gleichwertiger Qualifikation in die Handwerksrolle eingetragen ist. Dieser Nachweis ist besonders bei größeren Fassadenprojekten relevant.

Was kostet ein Fassadenanstrich?

Die Kosten hängen von Fassadengröße, Zustand des Untergrunds, gewähltem Material und dem Gerüstbedarf ab, sodass sich seriös keine pauschale Zahl nennen lässt. Ein Malerbetrieb erstellt nach einer Besichtigung ein individuelles Angebot. Bei einer energetischen Sanierung mit Wärmedämmverbundsystem lohnt sich zusätzlich der Blick auf Fördermöglichkeiten.

Wie oft sollte eine Fassade neu gestrichen werden?

Das hängt von Material, Witterungsbelastung und Qualität des letzten Anstrichs ab, häufig liegt der Rhythmus bei etwa 10 bis 15 Jahren, verlässliche pauschale Angaben lassen sich aber ohne Begutachtung nicht treffen. Ein Malerbetrieb kann bei einer Besichtigung den tatsächlichen Zustand und Handlungsbedarf einschätzen. Regelmäßige Sichtkontrollen helfen, Schäden frühzeitig zu erkennen.

Was hilft gegen Schimmel an der Wand?

Zunächst muss die Ursache der Feuchtigkeit geklärt werden, etwa durch mangelnde Lüftung, Wärmebrücken oder bauliche Mängel, bevor ein reiner Anstrich mit Schimmelschutzfarbe langfristig hilft. Ein Malerbetrieb kann den betroffenen Bereich behandeln, bei tieferliegenden Ursachen ist aber oft die Einbindung eines Bautechnikers oder Sanitärinstallateurs sinnvoll. Ein rein kosmetischer Anstrich ohne Ursachenklärung löst das Problem meist nicht dauerhaft.

Kann ich selbst streichen und nur schwierige Teile vom Fachbetrieb machen lassen?

Grundsätzlich ist das möglich, viele Malerbetriebe bieten auch Teilleistungen wie Untergrundvorbereitung, Grundierung oder Fassadenarbeiten in der Höhe an, während einfache Innenanstriche in Eigenregie erfolgen. Sprechen Sie das gewünschte Aufteilung offen mit dem Betrieb ab. Bei Gewährleistungsfragen ist wichtig, klar zu dokumentieren, welche Arbeiten vom Fachbetrieb und welche in Eigenleistung ausgeführt wurden.

Was ist ein Wärmedämmverbundsystem?

Ein Wärmedämmverbundsystem, kurz WDVS, besteht aus Dämmplatten, die auf die Außenwand aufgebracht und anschließend verputzt und gestrichen werden, um den Wärmeverlust eines Gebäudes zu reduzieren. Die fachgerechte Verarbeitung ist entscheidend für die Dämmwirkung und Langlebigkeit des Systems. Ein Malerbetrieb mit Erfahrung in Fassadendämmung kann die passende Systemlösung für Ihr Gebäude empfehlen.

Wie lange dauert das Streichen einer Wohnung?

Die Dauer hängt von Fläche, Anzahl der Räume, Vorarbeiten wie Spachteln und der Anzahl der Anstriche ab. Ein Malerbetrieb kann nach einer Besichtigung einen realistischen Zeitplan nennen, der auch Trocknungszeiten zwischen den Arbeitsschritten berücksichtigt. Bei bewohnten Räumen lohnt sich eine frühzeitige Absprache über Ablauf und Abdeckung von Möbeln.

Gilt die Steuerermäßigung auch für Malerarbeiten?

Ja, Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten wie ein Innen- oder Fassadenanstrich am bestehenden Gebäude fallen unter § 35a EStG. Damit lassen sich 20 % der Arbeitskosten, maximal 1.200 € pro Jahr, absetzen, sofern eine Rechnung mit ausgewiesenen Arbeitskosten vorliegt und per Überweisung bezahlt wurde. Materialkosten für Farbe und Tapete sind von der Ermäßigung ausgenommen.

Fachbegriffe

Grundierung Silikatfarbe Wärmedämmverbundsystem

Passende Ratgeber

Quellen