Glossar
Grundierung
Vor dem eigentlichen Anstrich oder dem Verputzen einer Wand wird in vielen Fällen eine Grundierung aufgetragen. Sie hat je nach Untergrund unterschiedliche Aufgaben: Sie kann stark saugende Untergründe verfestigen, unterschiedlich saugfähige Bereiche egalisieren, für besseren Haftverbund sorgen oder Verfärbungen und alte Beschichtungen überdecken, bevor die eigentliche Farbschicht folgt.
Wird die Grundierung ausgelassen oder falsch gewählt, kann das sichtbare Folgen haben, etwa fleckige Farbaufnahme, schlechte Haftung der Folgeschicht oder ein ungleichmäßiges Deckvermögen der eigentlichen Farbe. Bei kritischen Untergründen wie frischem Putz, alten Tapeten oder stark saugendem Mauerwerk ist die passende Grundierung deshalb ein wichtiger Arbeitsschritt.
Malerbetriebe wählen die Grundierung gezielt nach Untergrundmaterial, gewünschtem Endanstrich und Raumnutzung aus, etwa mit speziellen Grundierungen für Feuchträume oder für die Vorbereitung eines Wärmedämmverbundsystems. Eine fachgerecht ausgewählte und aufgetragene Grundierung trägt spürbar zur Langlebigkeit des fertigen Anstrichs bei.
Bei Feuchträumen wie Bädern kommen zusätzlich spezielle Grundierungen zum Einsatz, die die Haftung nachfolgender Abdichtungen oder Fliesenkleber verbessern. Auch vor dem Tapezieren ist eine passende Grundierung wichtig, um ein späteres Ablösen der Tapete zu vermeiden. Ein Malerbetrieb prüft den Untergrund üblicherweise vor Arbeitsbeginn und wählt die Grundierung gezielt nach Saugverhalten, Materialbeschaffenheit und geplanter Folgebeschichtung aus.
Auf stark unterschiedlich saugenden Untergründen, etwa nach Ausbesserungsarbeiten an einer Wand, gleicht eine passende Grundierung die Saugfähigkeit an, sodass der spätere Anstrich gleichmäßig deckt.
Bei denkmalgeschützten Gebäuden ist zudem auf eine mit dem Altbestand verträgliche, diffusionsoffene Grundierung zu achten.