Glossar
Uw-Wert
Während der Ug-Wert nur die Verglasung selbst beschreibt, bezieht der Uw-Wert den gesamten Fensteraufbau mit ein, also Glas, Rahmen und Randverbund gemeinsam. Er gibt an, wie viel Wärme durch einen Quadratmeter Fensterfläche bei einem bestimmten Temperaturunterschied insgesamt verloren geht, und ist damit der aussagekräftigere Wert für die tatsächliche Dämmleistung eines eingebauten Fensters.
Der Rahmen kann die Gesamtdämmung eines Fensters erheblich beeinflussen: Ein sehr gut gedämmtes Glas in einem schlecht gedämmten Rahmen führt in der Praxis zu einem deutlich schlechteren Uw-Wert, als es der Ug-Wert des Glases allein vermuten lässt. Moderne Fensterrahmen aus Kunststoff, Holz oder Holz-Aluminium mit mehreren Dämmkammern erreichen niedrigere Uw-Werte als einfache, ungedämmte Rahmenkonstruktionen.
Beim Fenstertausch lohnt sich deshalb ein Blick auf den vollständigen Uw-Wert des angebotenen Fensters statt nur auf den Ug-Wert des Glases. Ein Fensterbaubetrieb kann anhand von Produktdatenblättern erläutern, welcher Uw-Wert für das jeweilige Gebäude und die geplante Nutzung sinnvoll ist.
Rahmenmaterialien unterscheiden sich in ihrem Beitrag zum Uw-Wert erheblich, mehrkammrige Kunststoffprofile, gedämmte Holzrahmen oder Holz-Aluminium-Konstruktionen erreichen meist niedrigere Werte als einfache Aluminiumrahmen ohne thermische Trennung. Auch die Größe des Fensters spielt eine Rolle, da der Rahmenanteil bei kleineren Fenstern prozentual größer ist und sich dadurch stärker auf den Gesamt-Uw-Wert auswirkt als bei großflächigen Fenstern.
Bei besonders schlanken, filigranen Rahmenkonstruktionen ist eine gute thermische Trennung der einzelnen Rahmenkammern entscheidend, um trotz geringer Bautiefe einen niedrigen Uw-Wert zu erreichen.