Glossar
Polsterstoff
Polsterstoffe unterscheiden sich von gewöhnlichen Textilien vor allem durch ihre höhere Strapazierfähigkeit, da sie auf Sofas, Sesseln oder Stühlen dauerhafter mechanischer Beanspruchung durch Sitzen, Reibung und Abrieb standhalten müssen. Verwendet werden je nach gewünschter Optik und Budget Naturfasern wie Baumwolle und Leinen, Mischgewebe oder vollständig synthetische Fasern.
Ein wichtiges Qualitätsmerkmal von Polsterstoffen ist die sogenannte Scheuerbeständigkeit, gemessen in Scheuertouren, die angibt, wie viele mechanische Reibzyklen ein Stoff im Labortest ohne sichtbaren Verschleiß übersteht. Für stark beanspruchte Möbel im Alltagsgebrauch oder in gewerblich genutzten Räumen empfehlen sich Stoffe mit höherer Scheuerbeständigkeit.
Neben der Strapazierfähigkeit spielen bei der Stoffwahl auch Pflegeleichtigkeit, Lichtechtheit gegen Ausbleichen sowie gegebenenfalls Brandschutzanforderungen eine Rolle, insbesondere bei gewerblich genutzten Polstermöbeln. Ein Raumausstatterbetrieb berät zur passenden Stoffwahl je nach geplanter Nutzung und gewünschter Optik.
Bei Haushalten mit Kindern oder Haustieren empfiehlt sich zusätzlich die Nachfrage nach schmutz- und feuchtigkeitsabweisenden Ausrüstungen des Polsterstoffs, die das Eindringen von Flecken erschweren, ohne die Optik oder Haptik des Materials wesentlich zu verändern. Bei der Neubeziehung älterer, aber gut erhaltener Polstermöbel kann ein Raumausstatterbetrieb zudem einschätzen, ob sich eine Neupolsterung wirtschaftlich lohnt oder ein Neukauf sinnvoller ist.
Ein Raumausstatterbetrieb hält zudem meist Musterbücher bereit, anhand derer sich Farbe und Haptik vor der endgültigen Entscheidung in Ruhe prüfen lassen.
Bei Allergikern im Haushalt kann zusätzlich ein abnehmbarer, waschbarer Bezugsstoff sinnvoll sein, um die regelmäßige Reinigung deutlich zu erleichtern.