Glossar
Mineralwolle
Mineralwolle wird aus geschmolzenem Glas oder Gestein zu feinen Fasern versponnen, die anschließend zu Dämmplatten, -matten oder -filz verarbeitet werden. Durch die eingeschlossene Luft zwischen den Fasern entsteht eine gute Wärmedämmwirkung, gleichzeitig bietet Mineralwolle eine wirksame Schalldämmung und gehört zu den nicht brennbaren Baustoffen.
Eingesetzt wird Mineralwolle vielfältig, etwa in Dachdämmungen, Wärmedämmverbundsystemen, im Trockenbau als Zwischensparren- oder Untersparrendämmung sowie bei der Dämmung von haustechnischen Anlagen. Je nach Anwendungsbereich unterscheiden sich Rohdichte und Verarbeitungsform, weichere Varianten eignen sich etwa zum Ausstopfen von Hohlräumen, festere Platten für tragende Dämmanwendungen.
Bei der Verarbeitung von Mineralwolle ist auf geeigneten Hautschutz zu achten, da die feinen Fasern Haut und Atemwege reizen können, moderne Produkte sind hier allerdings deutlich verträglicher als frühere Generationen. Ein Isolier- oder Dachdeckerbetrieb wählt Dicke und Ausführung der Mineralwolle passend zum jeweiligen Bauteil und gewünschten Dämmwert aus.
Für den Schallschutz zwischen Wohneinheiten oder Geschossen wird Mineralwolle häufig gezielt in Trennwänden und Decken eingesetzt, da ihre offenporige Struktur Schallwellen gut dämpft. Bei der Entsorgung älterer Mineralwolledämmung, insbesondere aus früheren Herstellungsjahren, sind besondere Vorschriften zu beachten, ein Fachbetrieb kennt die aktuellen Entsorgungsanforderungen und kann fachgerecht beraten.
Bei der Auswahl der passenden Rohdichte berät ein Fachbetrieb abhängig davon, ob die Mineralwolle vor allem tragende, dämmende oder schallabsorbierende Aufgaben in dem jeweiligen Bauteil übernehmen soll.
Beim Einbau ist zudem auf eine lückenlose, hohlraumfreie Verlegung zu achten, da Fehlstellen die Dämmwirkung an dieser Stelle deutlich mindern.