Glossar
Gurtwickler
Bei mechanisch bedienten Rollläden wird der Rollladengurt über einen sogenannten Gurtwickler geführt, eine kleine, meist an der Innenwand montierte Vorrichtung mit einer Kurbel oder einem Aufrollmechanismus. Über diesen lässt sich der Rollladenpanzer per Hand hoch- und herunterfahren, ohne dass ein elektrischer Antrieb notwendig ist.
Gurtwickler unterliegen im täglichen Gebrauch mechanischem Verschleiß, insbesondere an der Aufrollmechanik und der Gurtführung. Ein ausgefranster oder gerissener Gurt sowie ein schwergängiger Wickelmechanismus sind typische Anzeichen dafür, dass eine Reparatur oder ein Austausch fällig wird, bevor der Rollladen im ungünstigsten Fall gar nicht mehr bedienbar ist.
Bei der Modernisierung von Rollläden ist der Austausch eines mechanischen Gurtwicklers gegen einen elektrischen Antrieb eine verbreitete Nachrüstoption, die den Bedienkomfort deutlich erhöht. Ein Rollladenfachbetrieb kann prüfen, ob die vorhandene Führungsschiene und Wickelwelle für eine solche Umrüstung geeignet sind.
Bei der Nachrüstung eines elektrischen Rollladenantriebs anstelle eines mechanischen Gurtwicklers muss zusätzlich die vorhandene Elektroinstallation berücksichtigt werden, da für den Antrieb in der Regel eine eigene Stromversorgung zur Wandsteuerung oder Fernbedienung notwendig ist. Ein Rollladenfachbetrieb prüft vor der Umrüstung, ob die vorhandene Wickelwelle und Führungsschiene für den elektrischen Antrieb geeignet sind oder ausgetauscht werden müssen.
Bei sehr breiten oder schweren Rollladenpanzern stößt ein einfacher manueller Gurtwickler mitunter an seine Grenzen, hier kann ein elektrischer Antrieb den täglichen Bedienkomfort spürbar verbessern.
Ein rechtzeitiger Austausch verschlissener Bauteile verhindert zudem, dass der gesamte Rollladenpanzer im Ernstfall unkontrolliert herabfällt.
Betroffene Gewerke
Rollladen- und Sonnenschutztechniker